Vor 30 Jahren: Opel erster Hersteller mit serienmäßigem Drei-Wege-Katalysator | Medien OPEL Autriche

Vor 30 Jahren: Opel erster Hersteller mit serienmäßigem Drei-Wege-Katalysator

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Mi, 17/04/2019 - 17:00


  • Von Corsa bis Senator: Drei-Wege-Katalysator macht ab 1989 alle Opel-Pkw sauberer
  • Nachhaltige Investition: Eine Milliarde D-Mark für neue Prüfeinrichtungen und -geräte
  • Opel Ascona 1.8i: Das erste deutsche Auto mit speziell für Europa entwickeltem Kat
  • Vorbildfunktion: Heute erfüllen alle Opel-Pkw die strenge Euro 6d-TEMP-Norm

 

Wien/Rüsselsheim.  21. April 1989: Vor genau 30 Jahren kündigt Opel an, als erster deutscher Automobilhersteller künftig alle Pkw-Modelle serienmäßig mit Drei-Wege-Katalysator anzubieten. Die gesamte Palette von Corsa und Kadett über Vectra und Omega bis hin zum Senator soll nachhaltig sauberer werden. Oder wie der damalige Opel-Chef Louis R. Hughes auf einer Pressekonferenz in Bonn sagt: „Opel ist der erste Automobilhersteller, der sein komplettes Modellportfolio standardmäßig mit der umweltfreundlichsten Technologie ausstatten wird – von der Kompaktklasse bis zur Limousine.“

Doch Opel geht noch weiter, ganz nach dem Motto „Tu das, was niemand von dir erwartet“. Um den Kunden den Kauf eines solch nachhaltigen Automobils noch leichter zu machen, senkt das Unternehmen zeitgleich für viele Modelle die Preise.

Damals wie heute beweist Opel Verantwortung gegenüber der Umwelt: Gegenwärtig erfüllen alle aktuellen Opel-Pkw bereits die strengen Vorgaben der Euro 6d-TEMP-Abgasnorm. Darüber hinaus beschleunigt der Hersteller die Elektrifizierung seines Portfolios: Mit dem Grandland X als erstem Plug-in-Hybrid von Opel und der vollelektrischen Batterieversion der nächsten Corsa-Generation stehen zwei weitere wichtige Modelle in den Startlöchern. Noch in diesem Jahr werden beide Stromer bestellbar sein. Und bis zum Jahr 2024 wird Opel in Europa von jedem Pkw-Modell eine elektrisch angetriebene Variante anbieten.

Einer für alle: Drei-Wege-Katalysator von Corsa bis Senator

Rückblende: Mit 20.451 Fahrzeugen rangiert Opel im März 1988 an der Spitze der Neuzulassungen von Autos mit Drei-Wege-Katalysator in Deutschland. Bis zum Endes des Jahres sind es 208.000 Pkw. Die Zahl steigt nach der Einführung des Vectra im Frühjahr 1989 rasant weiter an. Schließlich bietet Opel den Vectra von Beginn an serienmäßig mit Drei-Wege-Kat an.

Für Opel ein logischer Schritt, alle Pkw künftig mit dieser Technik auszustatten. Denn die Rüsselsheimer Ingenieure sehen den Drei-Wege-Kat als die effektivste Lösung an, um Emissionen in großem Umfang zu senken. Während ein konventioneller Zwei-Wege-Kat nur rund 50 Prozent und ein Magermixmotor 60 Prozent des Schadstoffausstoßes aussieben, schafft der Drei-Wege-Kat rund 90 Prozent. Und bei der Reduzierung von Stickoxiden übertrifft er das Ergebnis sogar noch um weitere Prozentpunkte.

Der Corsa ist 1989 mit einem 44 kW/60 PS starken 1,3-Liter-Einspritzer das kleinste Opel-Modell mit Drei-Wege-Katalysator. In der Kompaktklasse verfügt der 1,3-Liter Kadett über die fortschrittliche Technik. In Mittelklasse fährt der Vectra nicht nur mit dem 55 kW/75 PS starken 1,6-Liter-Einstiegsaggregat samt Drei-Wege-Kat vor, sondern auch mit einem kraftvollen Zweiliter-Triebwerk und 85 kW/115 PS.

Gleiches gilt für den Opel Omega in der oberen Mittelklasse. Er kommt ebenfalls in Verbindung mit dem 85 kW/115 PS starken Zweiliter-Motor serienmäßig mit Drei-Wege-Kat. Das damalige Top-Modell und Opel-Flaggschiff Senator ist so ausgestattet mit dem Dreiliter-Reihensechszylinder erhältlich, der je nach Wahl 115 kW/156 PS und 130 kW/177 PS Leistung verspricht. Doch den Grundstein zu dieser breit angelegten Umweltoffensive legt Opel bereits rund fünf Jahre zuvor.

Der eigenen Verantwortung bewusst: Opel investiert in Umweltschutz

In den frühen 1980er Jahren nimmt die Diskussion um das Waldsterben in Deutschland Fahrt auf. Der so genannte saure Regen wird als eine wichtige Ursache dafür angesehen – der wiederum durch den Ausstoß von Stickoxiden entstehe. Damit geraten auch der Autoverkehr und die -industrie in die Kritik.

Opel ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und handelt: Das Unternehmen investiert mehr als eine Milliarde D-Mark in die Entwicklung von Katalysatoren. Hunderte Ingenieure sind mit dem Thema beschäftigt. Allein 100 Millionen D-Mark fließen in neue Prüfstände und Prüfgeräte, die Dauerhaltbarkeit und die Belastung durch hohe Abgastemperaturen testen sollen. Zu den neuen Einrichtungen zählt auch ein 13-geschossiger, hermetisch abgeschirmter „Soak Tower“. Mehr als 130 Fahrzeuge können in diesem Gebäude gleichzeitig zum Abgastest vorbereitet werden. Vor den eigentlichen Tests müssen bestimmte Standards erreicht werden, die für eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse nötig sind.

In den ersten Jahren sind die meisten der in Europa verwendeten Katalysatoren noch US-Modifikationen. Das ändert Anfang 1985 der Opel Ascona 1.8i: Mit seiner Einführung bringt Opel als erster deutscher Hersteller ein Modell auf den Markt, das über einen speziell für Europa entwickelten Katalysator verfügt. Der erste damit ausgestattete Ascona geht an die rheinland-pfälzische Landespolizei.

Umweltoffensive für alle: Keine Mehrkosten für Modelle mit Katalysator

Im Zuge dieser Umweltoffensive präsentiert Opel bereits im Herbst desselben Jahres den ersten europäischen Kleinwagen mit Drei-Wege-Katalysator: den Corsa 1.3i. 1986 bietet Opel den Kunden den neuen Omega an – ohne Mehrkosten für den Katalysator. Auch beim Start von Senator 1987 und Vectra 1988 verlangt der Hersteller keinen Aufpreis für den Kat. Zudem verfügen alle Opel-Modelle mit Drei-Wege-Katalysator über Aktivkohlefilter-Kammern, die aus dem Tank entweichende gasförmige Kohlenwasserstoffe auffangen – ebenfalls serienmäßig.

 

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